Bevor du einen Vertrag über eine Photovoltaikanlage unterschreibst, geht es meist um eine Investition von 15.000 bis 30.000 €. Diese Checkliste fasst zusammen, was du vorher geprüft haben solltest, damit dir hinterher keine bösen Überraschungen begegnen.
Preis und Leistungsumfang
- Preis pro kWp bekannt und eingeordnet. Nicht nur die Gesamtsumme kennen, sondern den Preis pro Kilowattpeak mit Marktwerten vergleichen.
- Alle Leistungen einzeln aufgeführt. Module, Wechselrichter, Speicher, Montage, Gerüst, Elektroinstallation, Anmeldung und Inbetriebnahme sollten separat ausgewiesen sein, nicht als eine Pauschalsumme.
- Festpreis schriftlich bestätigt. Keine offenen Positionen, die „je nach Aufwand” später berechnet werden.
Technik und Komponenten
- Hersteller und Modell der Module genannt, inklusive Leistung, Wirkungsgrad und Herstellergarantie.
- Wechselrichter-Typ passend zur Anlagengröße und mit angemessener Garantiezeit.
- Speichergröße begründet mit deinem Verbrauchsprofil, nicht mit einer pauschalen Faustregel.
- Ladezyklen und Garantie des Speichers dokumentiert.
- Anlagendimensionierung auf Jahresertrag ausgelegt, nicht nur auf die sommerstarke Saison.
- Erweiterbarkeit berücksichtigt, falls du später eine Wallbox oder Wärmepumpe nachrüsten möchtest.
Montage und Ablauf
- Dachzustand vorab geprüft, um Überraschungen bei der Montage zu vermeiden.
- Zählerschrank auf aktuellen Stand geprüft oder Anpassung im Preis enthalten.
- Zeitplan für Montage und Inbetriebnahme klar benannt.
Wirtschaftlichkeit und Folgekosten
- Realistische Ertragsprognose für dein Dach, nicht nur eine generische Beispielrechnung.
- Folgekosten über die Laufzeit bekannt: Wechselrichter-Austausch nach 10 bis 15 Jahren, Wartung, Versicherung.
Anbieter und Vertrag
- Referenzen, Gewährleistung auf die Montageleistung und Zahlungsbedingungen geprüft, inklusive Höhe der Anzahlung und Vorgehen bei Verzögerungen.
Was tun, wenn du dir bei einzelnen Punkten unsicher bist
Diese Checkliste hilft dir, die wichtigsten Fragen zu stellen, ersetzt aber keine fachliche Bewertung, ob die konkreten Antworten in deinem Angebot tatsächlich stimmig und marktgerecht sind. Genau das ist der Teil, bei dem die meisten Hausbesitzer an ihre Grenzen kommen, weil dafür Marktkenntnis zu aktuellen Preisen und Komponenten nötig ist.
Wenn du dein Angebot lieber von jemandem mit Branchenerfahrung gegenchecken lassen möchtest, bevor du unterschreibst: Angebot unverbindlich einreichen, wir sagen dir ehrlich, ob es sich lohnt.